Das ist ein köstlich Ding

Pop-Arrangements zum EG für Posaunenchor

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    Einer der größten Unterschiede zwischen der Begleitung „klassischer“ Choräle und neuen geistlichen Liedern liegt in ihrem formalen Aufbau, bzw. Ablauf. Wir
    sind es als Bläser gewohnt Choräle in der Form zu begleiten, dass wir Strophe an Strophe reihen. Hierbei wird am Ende der Strophe immer ein Haltepunkt in
    Form einer langen Note oder einer Fermate erreicht und es schließt sich dann die nächste Strophe an. Egal ob sich die nächste Strophe metrisch exakt anschließt
    oder man nach einer Zäsur wieder einsetzt bringt der Schluss der Strophe jeweils einen Abschluss, ein „zur-Ruhe-kommen“ mit sich.
    Der formale Ablauf populärer Lieder und auch neuer geistlicher Lieder ist meist anders, vor allem wenn die Lieder durch eine Band begleitet werden: das Lied
    läuft vom ersten bis zum letzen Ton in einem gleichbleibendem Metrum durch, meist getragen von einem Schlagzeug oder einer Rhythmus-Gitarre, eine in der
    Regel kurze Einleitung (Intro) geht direkt in das Lied über und häufig gibt es zwischen den Strophen kurze zwei- oder viertaktige Zwischenspiele. Diese
    Zwischenspiele beginnen meist zeitgleich mit dem letzten Ton der Melodie, sodass der typische Haltepunkt-Charakter der Choräle hier nicht auftritt, sondern ein
    gleichmäßiges Fließen erreicht wird. Das Arrangement endet meist mit einem kurzen Nachspiel (Ending) und nicht mit der letzten Note des Liedes.
    Die meisten Sätze zu den neuen geistlichen Liedern im Posaunenchoralbuch sind formal den Begleitsätzen der Choräle angeglichen. Michael Schütz, Dozent für
    Popularmusik an der Hochschule für Kirchenmusik Tübingen der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, freiberuflicher Arrangeur, Komponist und
    Keyboarder, hat mit seiner Notenausgabe „Das ist ein köstlich Ding. Pop-Arrangements zum Evangelischen Gesangbuch für Posaunenchor“ zum ersten Mal eine
    Notenausgabe herausgebracht, die die Stücke in dem für populäre Musik formal „üblichen“ Aufbau bearbeitet. Aufgenommen in diese Sammlung wurden 78
    leichte bis mittelschwere Arrangements im Pop-, Rock-, Jazz- und Folk-Stil zu 98 ausgewählten Liedern aus dem EG (90 Lieder stehen im Stammteil, 8 Lieder in
    den Regionalanhängen der Landeskirchen). Es wurde darauf geachtet, dass zu jedem Hauptabschnitt im EG Arrangements bereitgestellt wurden: Kirchenjahr,
    Gottesdienst, Biblische Gesänge, Glaube - Liebe - Hoffnung. Dabei wurden von Michael Schütz nicht nur neuere Lieder arrangiert, sondern es wurden auch alte
    Choräle in ein „neues Gewand gekleidet“ (Inhalt s.u.).
    Die Lieder wurden alle in der oben beschriebenen Form vertont: eine meist vier- oder achttaktige Einleitung führt direkt in das Lied über, es folgt ein Satz, nach
    dem jeweils ein Zwischenspiel wieder in die weiteren Strophen zurückführt und das Lied wird in der Regel mit einem kleinen Nachspiel beendet. Nur bei einigen
    Liedern wurde auf ein Zwischenspiel und/oder das Nachspiel verzichtet. Alle Sätze sind vierstimmig mit einer Oberstimme ad libitum. Jedem Arrangement ist
    eine Stilangabe und eine Metronomangabe des Komponisten vorangestellt, was eine große Hilfe für die Chorleiterinnen/Chorleiter darstellt. Zudem werden am
    Anfang des Buches auf drei Seiten alle Stilangaben und musikalischen Besonderheiten von Pop-Arrangements erklärt.
    Die vierstimmigen Sätze sind, wie im Vorwort versprochen, durchweg leicht bis mittelschwer gesetzt - mittelschwer vor allem dann, wenn die rhythmische
    Struktur etwas komplexer wird. Die Oberstimmen sind in der Regel gut spielbar, es kommt aber häufiger auch schon mal ein g’’ oder sogar a’’ vor, so dass
    hierfür eine Bläserin/ein Bläser mit einer soliden hohen Lage vonnöten ist. Zudem sind viele Oberstimmen einiges bewegter gehalten als der restliche Satz. In
    einigen Einleitungen/Nachspielen hat die Oberstimme eher den Charakter einer fünften Stimme, wo ich es aus musikalischen Gründen als sinnvoll erachte, diese
    nicht wegzulassen, bzw. auch nicht nur solistisch zu besetzen. Einige kleine Ungereimtheiten liegen leider auch im Heft, so folgt z.B. das Nachspiel zu „Komm.
    sag es allen weiter“ auf die Strophe und nicht auf den Kehrvers, was natürlich nicht der Liedpraxis entspricht - es lässt sich in diesem Falle das Nachspiel aber
    auch ohne große Probleme an den Kehrvers hängen. Die Arrangements klingen in der Regel gut, manchmal führt die einfache Struktur der Sätze aber auch zu
    einem nicht sonderlich spannenden Ergebnis. Ob einem „Befiehl du deine Wege“ mit einer Rock-Begleitung gefällt muss jeder für sich selbst entscheiden, aber
    sicherlich geht es hier nicht darum, diesen Choral nur noch auf diese Art und Weise zu spielen, sondern ihn mal in ein anderes Licht zu stellen.
    Für einige Gemeinden wird es anfangs vielleicht etwas ungewohnt sein, wenn das Lied ohne Pause direkt nach der Einleitung beginnt, oder zwischen den
    Strophen ein Zwischenspiel erklingt. Hier wird eine deutliche dynamische Gestaltung der Arrangements, wie im Buch angegeben, und auch ein Einsatzgeben der
    Chorleiterin/des Chorleiters hilfreich sein, was aber nur möglich ist, wenn der Posaunenchor der Gemeinde gegenüber sitzt.
    Besonders gut gefällt mir, dass Michael Schütz mit dieser Notenausgabe auch vielfältiges Musizieren mit anderen Musikgruppen ermöglichen will: alle
    Arrangements dieses Buches sind kombinierbar mit dem Band-Begleitbuch „Gott gibt ein Fest“ (Strube Edition 3142) und/oder dem Chorbuch „Gott lädt uns ein
    “ (Strube Edition 1781).
    Aufgrund der vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten und der „Machbarkeit“ der Arrangements wird „Das ist ein köstlich Ding“ sicherlich eine weite
    Verbreitung innerhalb der Posaunenchöre haben. Nicht zuletzt wird es hoffentlich dazu beitragen, teilweise immer noch bestehende Vorurteile gegen die
    Begleitung neuer geistlicher Lieder mit dem Posaunenchor abzubauen. Badische Chöre sollten dieses Buch unbedingt über die Landesarbeit beziehen, da wir den
    Staffelpreis von DM 15,- (eigentlich erst ab 20 Exemplaren!) generell an unsere Chöre weitergeben.
    Inhalt (EG-Nummern): 1, 8, 11, 13, 17, 24, 27, 32, 44, 46, 48, 54, 56, 96, 81, 97, 98, 100, 112, 116, 154, 161,168, 169, 170, 171, 188, 182, 199, 209, 225, 229,
    243, 266, 272, 277, 285, 288, 291, 305, 311, 313, 314, 321, 322, 327, 331, 334, 349, 352, 360 II, 361, 372, 391, 403, 409, 420, 425, 432, 433, 444, 452, 454,
    455, 488, 499, 501, 503, 507, 515, 628, 653, 659 und die folgenden Lieder, die nicht in unserem Regionalteil enthalten sind: „Von guten Mächten treu und still
    umgeben“, Gott gibt ein Fest“, When Israel was in Egypt´s land“, „Freunde, dass der Mandelzweig“ und „We shall overcome“.
    Heiko Petersen
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    Einer der größten Unterschiede zwischen der Begleitung „klassischer“ Choräle und neuen geistlichen Liedern liegt in ihrem formalen Aufbau, bzw. Ablauf. Wir sind es als Bläser gewohnt Choräle in der Form zu begleiten, dass wir Strophe an Strophe reihen. Hierbei wird am Ende der Strophe immer ein Haltepunkt in Form einer langen Note oder einer Fermate erreicht und es schließt sich dann die nächste Strophe an. Egal ob sich die nächste Strophe metrisch exakt anschließt oder man nach einer Zäsur wieder einsetzt bringt der Schluss der Strophe jeweils einen Abschluss, ein „zur-Ruhe-kommen“ mit sich. Der formale Ablauf populärer Lieder und auch neuer geistlicher Lieder ist meist anders, vor allem wenn die Lieder durch eine Band begleitet werden: das Lied läuft vom ersten bis zum letzen Ton in einem gleichbleibendem Metrum durch, meist getragen von einem Schlagzeug oder einer Rhythmus-Gitarre, eine in der Regel kurze Einleitung (Intro) geht direkt in das Lied über und häufig gibt es zwischen den Strophen kurze zwei- oder viertaktige Zwischenspiele. Diese Zwischenspiele beginnen meist zeitgleich mit dem letzten Ton der Melodie, sodass der typische Haltepunkt-Charakter der Choräle hier nicht auftritt, sondern ein gleichmäßiges Fließen erreicht wird. Das Arrangement endet meist mit einem kurzen Nachspiel (Ending) und nicht mit der letzten Note des Liedes. Die meisten Sätze zu den neuen geistlichen Liedern im Posaunenchoralbuch sind formal den Begleitsätzen der Choräle angeglichen. Michael Schütz, Dozent für Popularmusik an der Hochschule für Kirchenmusik Tübingen der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, freiberuflicher Arrangeur, Komponist und Keyboarder, hat mit seiner Notenausgabe „Das ist ein köstlich Ding. Pop-Arrangements zum Evangelischen Gesangbuch für Posaunenchor“ zum ersten Mal eine Notenausgabe herausgebracht, die die Stücke in dem für populäre Musik formal „üblichen“ Aufbau bearbeitet. Aufgenommen in diese Sammlung wurden 78 leichte bis mittelschwere Arrangements im Pop-, Rock-, Jazz- und Folk-Stil zu 98 ausgewählten Liedern aus dem EG (90 Lieder stehen im Stammteil, 8 Lieder in den Regionalanhängen der Landeskirchen). Es wurde darauf geachtet, dass zu jedem Hauptabschnitt im EG Arrangements bereitgestellt wurden: Kirchenjahr, Gottesdienst, Biblische Gesänge, Glaube - Liebe - Hoffnung. Dabei wurden von Michael Schütz nicht nur neuere Lieder arrangiert, sondern es wurden auch alte Choräle in ein „neues Gewand gekleidet“ (Inhalt s.u.). Die Lieder wurden alle in der oben beschriebenen Form vertont: eine meist vier- oder achttaktige Einleitung führt direkt in das Lied über, es folgt ein Satz, nach dem jeweils ein Zwischenspiel wieder in die weiteren Strophen zurückführt und das Lied wird in der Regel mit einem kleinen Nachspiel beendet. Nur bei einigen Liedern wurde auf ein Zwischenspiel und/oder das Nachspiel verzichtet. Alle Sätze sind vierstimmig mit einer Oberstimme ad libitum. Jedem Arrangement ist eine Stilangabe und eine Metronomangabe des Komponisten vorangestellt, was eine große Hilfe für die Chorleiterinnen/Chorleiter darstellt. Zudem werden am Anfang des Buches auf drei Seiten alle Stilangaben und musikalischen Besonderheiten von Pop-Arrangements erklärt. Die vierstimmigen Sätze sind, wie im Vorwort versprochen, durchweg leicht bis mittelschwer gesetzt - mittelschwer vor allem dann, wenn die rhythmische Struktur etwas komplexer wird. Die Oberstimmen sind in der Regel gut spielbar, es kommt aber häufiger auch schon mal ein g’’ oder sogar a’’ vor, so dass hierfür eine Bläserin/ein Bläser mit einer soliden hohen Lage vonnöten ist. Zudem sind viele Oberstimmen einiges bewegter gehalten als der restliche Satz. In einigen Einleitungen/Nachspielen hat die Oberstimme eher den Charakter einer fünften Stimme, wo ich es aus musikalischen Gründen als sinnvoll erachte, diese nicht wegzulassen, bzw. auch nicht nur solistisch zu besetzen. Einige kleine Ungereimtheiten liegen leider auch im Heft, so folgt z.B. das Nachspiel zu „Komm. sag es allen weiter“ auf die Strophe und nicht auf den Kehrvers, was natürlich nicht der Liedpraxis entspricht - es lässt sich in diesem Falle das Nachspiel aber auch ohne große Probleme an den Kehrvers hängen. Die Arrangements klingen in der Regel gut, manchmal führt die einfache Struktur der Sätze aber auch zu einem nicht sonderlich spannenden Ergebnis. Ob einem „Befiehl du deine Wege“ mit einer Rock-Begleitung gefällt muss jeder für sich selbst entscheiden, aber sicherlich geht es hier nicht darum, diesen Choral nur noch auf diese Art und Weise zu spielen, sondern ihn mal in ein anderes Licht zu stellen. Für einige Gemeinden wird es anfangs vielleicht etwas ungewohnt sein, wenn das Lied ohne Pause direkt nach der Einleitung beginnt, oder zwischen den Strophen ein Zwischenspiel erklingt. Hier wird eine deutliche dynamische Gestaltung der Arrangements, wie im Buch angegeben, und auch ein Einsatzgeben der Chorleiterin/des Chorleiters hilfreich sein, was aber nur möglich ist, wenn der Posaunenchor der Gemeinde gegenüber sitzt. Besonders gut gefällt mir, dass Michael Schütz mit dieser Notenausgabe auch vielfältiges Musizieren mit anderen Musikgruppen ermöglichen will: alle Arrangements dieses Buches sind kombinierbar mit dem Band-Begleitbuch „Gott gibt ein Fest“ (Strube Edition 3142) und/oder dem Chorbuch „Gott lädt uns ein “ (Strube Edition 1781). Aufgrund der vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten und der „Machbarkeit“ der Arrangements wird „Das ist ein köstlich Ding“ sicherlich eine weite Verbreitung innerhalb der Posaunenchöre haben. Nicht zuletzt wird es hoffentlich dazu beitragen, teilweise immer noch bestehende Vorurteile gegen die Begleitung neuer geistlicher Lieder mit dem Posaunenchor abzubauen. Badische Chöre sollten dieses Buch unbedingt über die Landesarbeit beziehen, da wir den Staffelpreis von DM 15,- (eigentlich erst ab 20 Exemplaren!) generell an unsere Chöre weitergeben. Inhalt (EG-Nummern): 1, 8, 11, 13, 17, 24, 27, 32, 44, 46, 48, 54, 56, 96, 81, 97, 98, 100, 112, 116, 154, 161,168, 169, 170, 171, 188, 182, 199, 209, 225, 229, 243, 266, 272, 277, 285, 288, 291, 305, 311, 313, 314, 321, 322, 327, 331, 334, 349, 352, 360 II, 361, 372, 391, 403, 409, 420, 425, 432, 433, 444, 452, 454, 455, 488, 499, 501, 503, 507, 515, 628, 653, 659 und die folgenden Lieder, die nicht in unserem Regionalteil enthalten sind: „Von guten Mächten treu und still umgeben“, Gott gibt ein Fest“, When Israel was in Egypt´s land“, „Freunde, dass der Mandelzweig“ und „We shall overcome“. Heiko Petersen
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