Brauchen wir einen Sündenbock?

Gewalt als gesellschaftliche Herausforderung
Artikelnummer
13A-11005
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Herrenalber Forum Band 5, 143 S., brosch.,
Karlsruhe 1993, ISBN 978-3-89674-504-0

Der archaische Sündenbockmechanismus ist offensichtlich eine zentrale Kategorie, nach der der gesellschaftliche Alltag vor allem in Situationen des Umbruchs wahrgenommen und gedeutet wird. Was dabei dem inneren Zusammenhalt der eigenen Gruppe dient, entlädt sich dem stigmatisierten Anderen gegenüber als Aggression und Gewalt – wobei die Namen der Opfer wechseln.

Im vorliegenden Buch sollen Hintergründe aufgeklärt werden, die zur Aktivierung des Sündenbockmechanismus führen. Wie können Defiziterfahrungen aufgearbeitet werden, ohne daß Minderheiten in die Rolle von Opfern kommen? Wie müßte ein sinnvoller Umgang mit Schuld und Versagen aussehen, wie ein Ausweg aus der Spirale der Gewalt?

Die Beiträge zeigen, daß es um einen Perspektivwechsel gehen muß, der sich frei macht von eigenen Projektionen, um – ohne Verdrängung
oder Verschiebung – die Probleme zu bearbeiten.

Beiträge von

Ekkehard W. Stegemann
Sündenbock- und Opferritual:. Biblische Aspekte

Erhard Roy Wiehn
Soziale Randgruppen. Mechanismen der Absonderung

Christian Bartolf
Geachtet und Geächtet. Der Sündenbock im Werk von Hyam Maccoby

Gunnar Heinsohn
Was ist Antisemitismus? Quellen aus 2500 Jahren

Renate Heuer
Mamser als Sündenbock? Salomon Kohns Ghetto-Roman "Gawriel"

Urs Baumann
Schuldübernahme als Aufgabe von Humanität

Gérald Rosenfeld
Von Umkehr und Versöhnung

Klaus Nagorni
Brauchen wir einen Sündenbock? Von Splittern und Balken

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Herausgeber Evangelische Akademie Baden
ISBN-13 978-3-89674-504-0
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